salatkoepfe, tomaten und muelleimer

shabbat ist heute, zeit zum blogschreiben.
ich hab drei arbeitsschichten hinter mir, und jedesmal musste ich etwas anderes tun.
an meinem ersten arbeitstag wurde ich bchasa eingesetzt, d.h. in einem gewaechshaus fuer salat. die ersten vier stunden hab ich mit dem ernten von ca. 200 salatkoepfen verbracht, die naechsten vier stunden habe ich ca. 2000 salatkoepfe neu eingepflanzt. eine sehr meditative arbeit, nicht anstrengend, eher kontemplativ. und da das gewaechshaus, welches platz fuer ca. 36000 salatkoepfe bietet, gekuehlt ist, ist das nicht der schlechteste platz zum arbeiten.
am tag darauf hiess es wieder um 5 uhr arbeiten, diesmal im miznon, eine 24 stunden raststaette an der wuestenstrasse, direkt ggue. vom kibbutz. die ersten zwei stunden habe ich dort mit tomaten schneiden verbracht, dann die gleiche menge an gurken einfach in ne maschine geschmissena, das dauerte dann 5 minuten. diverse snacks durfte ich mit preisschildern versehen, und die letzte stunde das besteck zum glaenzen bringen. diese auch sehr beruhigende arbeit wurde zeitweise unterbrochen, da ich schnell ein paar tabletts aus dem restaurant zur spuelmaschine bringen musste. ein sehr interessanter wechsel von stressiger, schneller arbeit in sichtweite des kunden zur ruhigen beschaeftigung. es ist auch sehr interessant zu sehen, wieviel essen weggeschmissen wird, auch meine mit viel liebe geschnitten tomaten. im schnitt war noch 50 prozent der speisen auf den tellern.
am gleichen tag wurde ich auch zur schicht eingeteilt, die um 20.00 uhr abend beginnt und um drei uhr nachts endet. diese arbeit hat mir bisher am besten gefallen, es ist alles viel relaxter, ich konnte meine ivritkenntnisse anwenden, da die leute vom kibbutz, die mit mir gearbeitet haben, nicht unbedingt genug englisch, wenn ueberhaupt, verstehen bzw. sprechen.
so, das war der bericht ueber die arbeiten, von denen es noch mehr gibt. morgen z.b. muss ich ab 6 uhr im chadar ochel (speisesaal) arbeiten. dort wird die arbeit auf tische wischen, die gespuelten sachen wegraeumen, essen austeilen und dergleichen hinauslaufen.
die anderen volontaere sind alle recht nett, selbst wenn sie zum teil hoechst seltsame ansichten zu verschiedensten aspekten haben. so behauptet erik (aus schweden, merkt mensch doch schon am namen…), dass israel nur existiert, damit die usa quasi einen fuss in der tuer des nahen und mittleren osten haben. jegliche andere begruendung fuer die existenx dieses staates lehnt er ab, einzig allein aufgrund den usa existiert israel ueberhaupt noch. dass natuerlich die palaestinenser darunter leiden muessen, das ist das eigentlich schlimme an der ganzen geschichte, schliesslich wurde denen „ihr land geklaut“, und wo ist da schon der unterschied zwischen einem widerstandskaempfer und einem terroristen? deshalb findet er das palituch auch ein gutes identifikationssymbol fuer linke, und wenn nazis eins tragen, dann nur weil sie juden hassen, aber ansonsten dumm sind. naja, trotzdem ein netter typ.
gestern waren wir zu gast bei sudanesen, die seit einem jahr hier leben. sehr freundliche leute, aber nicht mit meinem musikgeschmack…
hier treffen schon viele verschiedene menschen aufeinander, das macht es wirklich spannend. wenn du z.b. beim mittagessen einen aus kanada triffst, der fuer zwei jahre in die israelische armee geht, und beim abendessen einen aus mexiko, der das gleiche tut. das beinhaltet natuerlich auch jede menge verschiedenster sprachen um einen herum, spanisch, koreanisch, chinesisch, schwedisch, englisch und natuerlich hebraeisch.
soderle, ich hab bestimmt sachen vergessen zu schreiben, dafuer hab ich sachen geschriebn, die ich nicht unbedingt schreiben wollte. achja, ich hab jede menge fotosfotos hochgeladen, viel spass damit.
schoene gruesse aus der wueste in den herbst.


1 Antwort auf “salatkoepfe, tomaten und muelleimer”


  1. 1 marie 30. Januar 2008 um 3:47 Uhr

    hallo

    ich weiss gar nicht wie du heisst…
    es ist ja so schön hier so über yotvata zu lesen
    nämlich war ich 2004 auch volunteer in yotvata. ich habe im haus 2 gewohnt!!
    viel spass erstmal und neidisch lese ich deinen bericht ..hehe
    denn seitdem hat mich die sehnsucht dorthin nicht mehr losgelassen!

    liebe grüsse

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